Erhard Vöhlin

 

Nach einem Intermezzo von zehn Jahren mit zweimaligem Besitzer-wechsel begann im Jahre 1520 die insgesamt 236-jährige Ära der Vöhlin Erhard Vöhlinin Illertissen. Zumindest das erste Jahrhundert mit dem Neubau der Schlösser und der Martinskirche und die Regierungszeit Hans Gotthard Vöhlins (1663 - 1709) kann durchaus als Glanzzeit bezeichnet werden.


17. April 1520: Schweickhard von Gundelfingen verkauft die Herrschaft Illertissen für 34.000 Gulden an Erhard II. Vöhlin von Frickenhausen. Erhard II. ist ein großer Herr, welcher durch seine Beteiligung an internationalen Wirtschaftsunternehmungen und Beziehungen zu den deutschen Fürstenhöfen längst über die Rolle eines Memminger Bürgers hinausgewachsen ist. Konsequenz ist die Aufgabe des Memminger Bürgerrechts. Die Auflösung der Welser-Vöhlin-Gesellschaft setzt für Erhard II. Vöhlin wohl viel Kapital frei, das er andersweitig investieren kann, und zwar so, dass es einerseits wertbeständig bleibt und ihm andererseits die gesellschaftliche Stellung eines adligen Territorialherrn gibt. Diese Chance sieht Erhard II. mit dem Erwerb der Herrschaft Illertissen gegeben.

Im 18. Jahrhundert endet die Zeit der Vöhlin mit deren finanziellen Bankrott und dem Verkauf der Herrschaft (1756) an den Bayerischen Kurfürsten Max Josef III.